Der Grüne Gockel

Grüner Gockel
Bildrechte: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

 

Neues vom Grünen Gockel

 

Eine Aktion von Mission EineWelt: "Eine Woche ohne Plastik"

Plastikmüll überschwemmt förmlich die Erde. Das bedroht die Lebenswelt von Tieren und Pflanzen und letztendlich auch von uns Menschen massiv. In Deutschland werden jährlich ca. 3 Mio Tonnen Plastikmüll produziert, fast ein Drittel wird v. a. in Länder des Globalen Südens exportiert. Damit gehört Deutschland nach Japan und den USA weltweit zu den größten Plastikmüllexporteuren.

Daran sollten wir dringend in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft etwas ändern. Deshalb ruft Mission EineWelt im Rahmen der Kampagne „Die Schöpfung – not for sale!“ dazu auf, eine Woche lang den Verbrauch von Plastik so weit wie möglich zu reduzieren. Die Aktion „Eine Woche ohne Plastik“ wendet sich an Einzelpersonen, Familien, Unternehmen, Institutionen, Vereine, Gruppen, Schulen und Kirchengemeinden.

Machen Sie doch mal mit bei der Aktion „Eine Woche ohne Plastik“. Gerade in Zeiten des Corona-Virus, wo viele Termine ausfallen und die Kinder zuhause beschäftigt werden müssen, hat man vielleicht Zeit, mit frischem Gemüse und Obst zu kochen, statt Tiefkühlwaren und Fertigprodukte zu verwenden. Z. B. aus Kartoffeln selbst Pommes zu schneiden oder Äpfel zu schnippeln, um einen Apfelstrudel zu backen. Oder man versucht gleich original fränkische Bänkstiezel oder selbst gemachten Kloßteig; das gibt auch die Gelegenheit, mal mit Oma zu telefonieren und zu fragen, wie sie es früher gemacht hat.

Einkaufen mit der Baumwoll-Einkaufstasche; wiederverwendbare Obst-, Gemüse- oder Brotbeutel statt plastikverpackte Lebensmittel; in der Natur spazieren gehen und dabei Bärlauch oder Löwenzahn und Giersch für Salat sammeln; Wasser aus der Leitung anstelle von Mineralwasser aus Plastikflaschen …

Probieren Sie es doch einfach einmal aus! Wiegen Sie Ihren Müll vor und nach der Woche und sehen Sie, wie viel Plastik-Müll sich einsparen lässt. Ist ein Leben teilweise oder ganz ohne Plastik möglich? Wo ist das eher schwierig, wo vielleicht ganz einfach? Wir sind gespannt auf das, was Sie beim Plastik-Fasten herausfinden.

 

Unser Umweltbeauftragter Walter Panzer schreibt:

Im Umweltmagazin findet man interessante Artikel - rund um Themen zum "Grünen Gockel", es erscheint 4 x jährlich.

Das Umweltmagazin Nr. 84 zum neuen Zwei-Jahres-Thema „Schöpfung bewahren – Klimaschutz praktizieren“ steht zum Download bereit: https://umwelt-evangelisch.de/unsere-umweltdownloads/kategorieanzeige/download/14-umwelt-mitwelt-zukunft-das-magazin/310-um-84-klima-sch%C3%BCtzen-m%C3%A4rz-2020

Dieser Schwerpunkt der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit in den Jahren 2020/21 soll das Integrierte Klimaschutzkonzept der ELKB mit Leben erfüllen.

Dazu finden Sie in umwelt mitwelt zukunft viele Anregungen und bereits gelungene Beispiele. Also: Einfach mal machen!

 

Die Kronen-Apotheke zeigt wie‘s geht.

Für Umweltschutz wird man belohnt mit der Tütenaktion der Kronen-Apotheke. Anstelle einer Plastiktüte erhalten die Kunden bei ihrem Einkauf kostenlos den wiederverwendbaren roten Apothekerbeutel. Wenn sie den Beutel beim nächsten Einkauf mitbringen, erhalten sie einen Treuepunkt fürs Bonusheft der Apotheke geschenkt.

Auf diese Art wird Plastikmüll vermieden und die Kunden werden dazu angeregt, den Beutel wiederzuverwenden. Ein kurzer Gedanke, bevor man zum Einkaufen aus dem Haus geht, genügt, um einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Hoffentlich findet die Aktion viel Anklang und auch Nachahmer in anderen Geschäften.

 

Unsere Schöpfungsleitlinien
Präambel

„HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ Psalm 104,24

Dankbar leben wir in dieser guten Welt Gottes, erkennen aber auch, dass wir Menschen dieses weise geordnete Werk durch unser Handeln gefährden und beschädigen. Deshalb stimmen wir mit der Landessynode überein, die 1989 in Gunzenhausen erklärt hat: „Wir rufen uns selbst und alle Christen auf, Unbequemes zu wagen und Einschränkungen nicht zu scheuen. Bewahrung der Schöpfung ist zum Nulltarif nicht zu haben. Sie muss uns einen hohen Preis wert sein. Das gilt nicht nur für den privaten Bereich. Das gilt ebenso für die Kirche.“

Global denken, vor Ort handeln

Unser Handeln soll in Verantwortung und Achtung vor unserem Lebensraum vor Ort geschehen, aber auch in Verantwortung und Achtung vor den Menschen und Lebensräumen an anderen Orten der Welt. Wir wollen darauf achten, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer geht. Er soll sich mit den Bedürfnissen anderer Menschen, anderer Lebensräume und künftiger Generationen vereinbaren lassen.

Gesunde Lebensräume erhalten und schaffen

Wir achten bei Renovierung und Ausstattung kirchlicher Räume und des Kindergartens auf umweltfreundliche Materialien. Kirchliche Grundstücke sollen Lebensmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere bieten.

Sparen und Umwelt schonen

Wir wollen mit der Reduzierung des Energie-, Wasser- und Materialverbrauchs einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt leisten sowie auf die Einführung von umweltschonenden und wirtschaftlich vertretbaren neuen Techniken achten.

Umweltbewusst einkaufen

Beim Einkaufen stehen bei uns Umwelt- und Qualitätsbewusstsein im Mittelpunkt. Wir kaufen nach Möglichkeit Produkte aus der Region oder aus fairem Handel. Dabei achten wir auf die Umweltverträglichkeit bei der Herstellung sowie bei Anwendung und Entsorgung.

Verantwortliches Denken entwickeln

In unserer Kirchengemeinde sollen Schöpfungsverantwortung und Umweltbewusstsein stärker zum Thema werden. Wir wollen auch unsere Kinder und Jugendlichen für ökologisch verantwortliches Handeln sensibilisieren.

Selbstverpflichtung

Ziel unserer Kirchengemeinde ist es, unser Umweltverhalten stetig zu verbessern. Dies soll anhand der Ergebnisse überprüfbar sein. Wir informieren regelmäßig über unsere Umweltaktivitäten. Für Anregungen und Kritik sind wir offen.

Kirchenvorstand und Umweltteam der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Röslau