Warum Weihnachten nicht ausfallen kann …

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ Jesaja 9,1

„Sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall. Denn in der Herberge hatten sie keinen Platz gefunden.“ Evangelium nach Lukas 2,7

Liebe Gemeinde,

zu dem Zeitpunkt, zu dem ich diese Zeilen schreibe, ist nicht abzusehen, wie wir im Jahr 2020 Weihnachten feiern können; es bleibt abzuwarten, welche Einschränkungen die Corona-Pandemie mit sich bringen wird. Eines aber ist völlig klar: Weihnachten wird nicht ausfallen, – weil es gar nicht ausfallen kann!

Warum ist das so? Weil es von Beginn an alles andere war als ein beschauliches Familienfest mit Kerzenschein und Gänsebraten; in unserem Kulturkreis ist es dazu geworden. Sollte es in diesem Jahr nicht möglich sein, Weihnachten so zu begehen, wie es bei uns üblich ist, dann könnten wir das zum Anlass nehmen, neu über den Ursprung des Festes nachzudenken ...

Josef war mit seiner Verlobten Maria in der Fremde, weil eine Anordnung des Kaisers in Rom das notwendig gemacht hatte; er selbst war sich nicht sicher, ob er Maria heiraten sollte: ihre Schwangerschaft vor der Hochzeit war in der damaligen Zeit etwas Undenkbares. Nun kam das Kind auch noch zur Welt, in Bethlehem in einer Notunterkunft. Sollte das ein Grund zum Feiern sein? Josef, Maria und das Kind befanden sich in einer schwierigen, in einer dunklen Situation. Konnte das zur Welt gekommene Baby sie heller machen, die Aussichten verbessern?

Weil also auch damals die Lage alles andere als gemütlich war, kann es bis heute keinen Zeitpunkt geben, der ungeeignet wäre, sich an das erste „Weihnachtsfest“ zu erinnern. Und deshalb kann Weihnachten auch 2020 stattfinden: Wir denken daran, dass eine menschlich gesehen ziemlich aussichtslose Lage zum Zeitpunkt wurde, zu dem Gott als Mensch in diese Welt kam. Seither gibt es Hoffnung für alle, die kein Licht am Ende des Tunnels sehen: Jesus, der Mensch gewordene Gottessohn, ist an unserer Seite! Dort bleibt er auch, wenn es schwierig wird, wenn Dunkelheit, Krankheit oder sogar der Tod uns bedrohen. Er hat selbst den Tod erlitten, um ihn für uns zu überwinden, für alle, die sich ihm anvertrauen.

Deshalb: Tun wir das am Weihnachtsfest 2020, mitten in der Corona-Pandemie! Der im Stall zur Welt gekommene, der gekreuzigte und auferstandene Gottessohn geht mit uns durch die Krise. Er gibt uns Kraft zum Durchhalten, die Gewissheit, in Gottes Hand zu sein, die Hoffnung darauf, dass bessere Zeiten vor uns liegen.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer

Sig_H-H_Münch

 

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Fernsehgottesdienste aus der Region

TV Oberfranken sendet, in Kooperation mit dem evangelischen Kirchenkreis Bayreuth, jeden Sonntag einen Fernsehgottesdienst aus der Region. Wöchentlich kommt ein Gottesdienst aus einer anderen Kirche im Kirchenkreis, der neben Oberfranken auch die Haßberge umfasst. Zu sehen ist der Gottesdienst um 9:00 Uhr, 11:00 Uhr und 14:00 Uhr am Sonntag im TVO-Programm sowie in der Mediathek unter tvo.de!

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Bitte halten Sie den gebotenen Abstand zu anderen Besuchern der Kirche.

Abreißkalender mit Rückwand
Bildrechte: Neukirchener-Verlagsgesellschaft mbH

Besondere Geschichten und Ereignisse, Verblüffendes und Vertrautes begleiten die tägliche Begegnung mit Gott - für viele Bibelleserinnen und -leser ein unverzichtbarer Impuls für den Tag! Über 250 Mitarbeitende aus fünf Ländern und verschiedenen christlichen Kirchen erschließen Tag für Tag die Reichtümer der biblischen Texte und sorgen dafür, dass der Neukirchener Kalender auch weiterhin für einen offenen und lebensbejahenden Glauben steht.

Das Original: Seit 130 Jahren ist der Abreißkalender beliebt und bewährt und hat bei vielen einen festen Platz - in der Wohnung und im Herzen. Besonders schön macht ihn die große Rückwand mit der Jahreslosung.

Herausgegeben von Hans-Wilhelm Fricke-Hein, Ralf Marschner und Samuel Lutz mit Fotos von Dietmar Reichert

Liturgischer Kalender

Nächster Feiertag:

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Wochenspruch: Mt 5,7
Wochenpsalm: Ps 138,1–8
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Tageslosung

Der Herr sprach zu Isaak:  Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen.
1.Mose 26,3
Führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt.
1.Petrus 1,17

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Redewendungen der Bibel