Herzlich willkommen ...

in Röslau, dem geografischen Mittelpunkt des Fichtelgebirges. Schön, dass Sie sich für unsere Heimat und unsere evangelische Kirchengemeinde interessieren. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken!

Unsere Gottesdienste finden Sie auf YouTube; hier die aktuelle Aufzeichnung:

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Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

 

Buch des Propheten Sacharja 2,14


Ich freue mich!
Ich freue mich darüber, dass ich mit meiner Familie seit Ende August im Röslauer Pfarrhaus wohne.
Ich freue mich, dass ich in so kurzer Zeit bereits so viele Menschen kennenlernen durfte.
Ich freue mich, in der Röslauer Gemeinde als neuer Pfarrer zu wirken und die Gemeinde und Sie alle im Leben und Glauben zu begleiten.
Ich freue mich über die bislang gut besuchten Gottesdienste.
Ich freue mich über den Gesang des ökumenischen Kirchenchores und das Musizieren des Posaunenchores.
Ich freue mich, dass wir nach langer Zeit an Erntedank den Kindergottesdienst neu starten konnten.
Ich freue mich, dass die Jungschar nach der coronabedingten Pause wieder angelaufen ist.
Ich freue mich über viele engagierte Mitarbeitende.
Ich freue mich …

Freue dich! Diese Aufforderung zur Freude, die uns der Monatsspruch für Dezember überbringt, brauche ich da eigentlich gerade nicht …

Aber manchmal, da muss man erst auf das gestoßen werden, worüber man sich freuen kann – z.B. dann, wenn in einem eher die negativen Dinge großen Raum einnehmen und man das Gute übersieht, das Gott schenkt, oder wenn das viele Gute selbstverständlich geworden ist. Da brauchts dann jemanden der uns darauf hinweist: Freu dich!

Der Prophet Sacharja hat einen ganz bestimmten Grund, weshalb er zur Freude aufruft. Er überbringt eine gute Nachricht von Gott, die ein Grund großer Freude ist: „Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.“ Adventlich und weihnachtlich klingt dieser Monatsspruch, passend für den Dezember.

„Tochter Zion“ singen wir traditionell am ersten Advent. Tochter Zion, damit ist das Volk Israel gemeint, und wir gehören durch Christus mit hinein in das Volk Gottes.

„Ich komme“: Gott kommt und ist nicht aufzuhalten. Der Advent ist Ankunftszeit. Gott kam einmal und kommt immer wieder neu.

„Ich will bei dir wohnen“: Mit Mitbewohnern ist das ja so eine Sache. Wir wollen nicht jeden bei uns wohnen lassen. Wie stehts mit Gott? Lasse ich ihn hinein in mein Lebenshaus? Um zu entscheiden überlege ich, was er denn für ein Mitbewohner ist.

„Siehe“: Gott ist einer, der uns reich beschenkt, der uns Kraft gibt, der uns tröstet, der uns vergibt und einen neuen Anfang ermöglicht, der uns einen guten Weg im Leben zeigt. Und wer wollte so einen Mitbewohner denn nicht haben? Deshalb: Öffnen wir unser Herz und unser Leben für den kommenden und gegenwärtigen Gott.

Damals war das eine großartige unglaubliche Nachricht: Gott kommt Euch ganz nahe. Und heute? Da wissen wir längst, dass Gott Mensch wurde und mitten unter uns zu finden ist. Aber löst das noch Freude bei uns aus, oder ist das für uns schon selbstverständlich, für manche sogar nebensächlich geworden? Darum tut auch uns die Aufforderung des Propheten gut: „Freue dich“!

Meist kommt er so unauffällig und diskret, dass sein Kommen erst im Nachhinein bemerkt wird. Er kommt nicht mit den Pauken und Trompeten eines Triumphzugs, wie er dem Kaiser Augustus gefallen hätte und auch uns noch faszinieren kann. Verglichen damit tritt Gott eher schüchtern auf. Die Krippe im Winkel ist ganz nach seinem Geschmack. Kleine Gesten sind wichtiger als große Bilder. Wenn man betet, kann man seine Nähe spüren. Er ist schon im Raum, wenn man sich in die Texte vertieft, die von ihm erzählen. Wenn wir uns helfend einander zuwenden, kann es geschehen, dass im Lächeln des Gegenübers die Freude Gottes aufleuchtet. Und erst recht, wenn wir bald wieder die Adventslieder miteinander singen.

Freue dich! Mach kein verdrießliches Gesicht! Lass die Schultern nicht hängen! Blase nicht Trübsal! Lass die Ängste fahren! Lass dich nicht von den Zeichen des Unheils, die du überall spürst, in den Bann schlagen! Atme tief durch, fass dir ein Herz und sei zuversichtlich! Denn Gott kommt und ist für dich da. Weihnachten wird dann das Fest sein, an dem wir das Kommen Gottes in unser Leben fröhlich feiern.

Ihnen allen eine gesegnete und freudige Zeit,

Ihr Pfarrer Jörg Mahler

Liturgischer Kalender

Nächster Feiertag:

28.11.2021 1. Advent

Wochenspruch: Sach 9,9a
Wochenpsalm: Ps 24
Predigttext: Jer 23,5–8


Der nächste hohe kirchliche Feiertag:

28.11.2021 1. Advent

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