Die Corona-Krise entlässt uns nicht so schnell in unseren gewohnten Alltag, wie wir uns das gewünscht hätten; das bringt so manche Probleme mit sich, nicht zuletzt dann, wenn wirtschaftlicher Schaden droht und Existenzen gefährdet sind.

Andererseits beginnen immer mehr Menschen, die Frage zu stellen: Was hat uns diese Krise zu sagen? Gibt es einen Sinn, den wir bisher noch nicht erkannt haben? Ist sie vielleicht sogar ein Reden Gottes zu uns? Möchte Gott durch die gegenwärtige Situation unser Leben und unsere Einstellung zum Leben verändern? – Ich halte das durchaus für möglich: Wer die Bibel liest, entdeckt immer wieder, dass Menschen des Glaubens Gott um Wegweisung bitten, um Hilfe, in besonderen Situationen richtige Entscheidungen zu treffen; auch der Beter des 86. Psalms wendet sich an Gott und bittet ihn:

„Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.“

Durch die gegenwärtigen Umstände sind wir alle gezwungen, unser Leben zu überdenken; immer wieder wird gesagt, dass auf diese Weise Missstände, an die wir uns gewöhnt haben, wie in einem Brennglas deutlich sichtbar werden. Dazu gehört mit Sicherheit zweierlei: Wir gönnen uns in der Regel zu wenig Ruhe, um nachzudenken und zur Besinnung zu kommen. Und: Es fehlt uns an Gottesfurcht, an Respekt vor der Tatsache, dass wir Menschen auf Gott, den Schöpfer, angewiesen sind, auf seinen Segen, auf seine Hilfe, darauf, dass er unser Leben auf guten Wegen führt.

Was lässt sich dagegen tun? – Wir können beginnen, den Sonntag als Tag der Ruhe und des Hörens auf Gott wieder bewusst in unser Leben einzubauen. Wir können versuchen, unser Leben, so wie es vor der Corona-Krise strukturiert war, in den Blick zu nehmen, Gott im Gebet zu fragen: ,Was willst du mir sagen durch die besondere Zeit, die wir gerade erleben? Welche Wege zeigst du mir, um deiner Wahrheit auf die Spur zu kommen?‘

Ich wünsche uns allen, auf diese Weise in der gegenwärtigen Lage neue Erkenntnisse zu gewinnen, die gut sind für unseren Glauben und für unser Leben.

Ihr

Hans.-H. Münch, Pfr.

 

Unsere Gottesdienste werden aufgenommen und können zeitversetzt angesehen werden. Hier der aktuelle Gottesdienst:

Die zurückliegenden Gottesdienste finden Sie auf YouTube.

 

Fernsehgottesdienste aus der Region

TV Oberfranken sendet, in Kooperation mit dem evangelischen Kirchenkreis Bayreuth, jeden Sonntag einen Fernsehgottesdienst aus der Region. Wöchentlich kommt ein Gottesdienst aus einer anderen Kirche im Kirchenkreis, der neben Oberfranken auch die Haßberge umfasst. Zu sehen ist der Gottesdienst um 9:00 Uhr, 11:00 Uhr und 14:00 Uhr am Sonntag im TVO-Programm sowie in der Mediathek unter tvo.de!

Gebet aus Anlass der Corona-Pandemie

Weltweit wird angesichts der Corona-Pandemie zum Gebet aufgerufen. Auch Gemeindeglieder sagen wie wichtig das Gebet gerade jetzt ist. Wie es in vielen Kirchengemeinden in ökumenischer Verbundenheit schon geschieht, bietet sich das Gebetsläuten hier in Röslau an um 6.00, 11.00, 12.00 und um 19.00 Uhr. Folgendes Gebet können wir uns beim Gebetsläuten zu eigen machen und uns miteinander verbinden. Aber natürlich auch durch das Vaterunser, Psalm 23 oder eigene Gebete.

Unsere Kirche ist offen. Treten Sie ein!
Bildrechte: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Unsere Kirche ist täglich zwischen 8.00 und 18.00 Uhr offen.

Wir laden Sie herzlich ein hineinzugehen zur Stille vor Gott und dem Gebet. Gern können Sie auch dazu eine Kerze anzünden.

Bitte halten Sie den gebotenen Abstand zu anderen Besuchern der Kirche.

Abreißkalender mit Rückwand
Bildrechte: Neukirchener-Verlagsgesellschaft mbH

Besondere Geschichten und Ereignisse, Verblüffendes und Vertrautes begleiten die tägliche Begegnung mit Gott - für viele Bibelleserinnen und -leser ein unverzichtbarer Impuls für den Tag! Über 250 Mitarbeitende aus fünf Ländern und verschiedenen christlichen Kirchen erschließen Tag für Tag die Reichtümer der biblischen Texte und sorgen dafür, dass der Neukirchener Kalender auch weiterhin für einen offenen und lebensbejahenden Glauben steht.

Das Original: Seit 130 Jahren ist der Abreißkalender beliebt und bewährt und hat bei vielen einen festen Platz - in der Wohnung und im Herzen. Besonders schön macht ihn die große Rückwand mit der Jahreslosung.

Herausgegeben von Hans-Wilhelm Fricke-Hein, Ralf Marschner und Samuel Lutz mit Fotos von Dietmar Reichert

Liturgischer Kalender

Nächster Feiertag:

25.10.2020 20. So. n. Trinitatis

Wochenspruch: Micha 6,8
Wochenpsalm: Ps 119,1–8.17–18
Predigttext: Mk 2,23–28


Der nächste hohe kirchliche Feiertag:

31.10.2020 Reformationsfest

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Tageslosung

Der HERR erweckte den Geist des Volkes, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes.
Haggai 1,14
Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist.
1.Timotheus 4,14

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier .

Redewendungen der Bibel